Unsere Streitkräfte befinden sich in einem Prozess des Umbruchs, der grundlegenden Transformation – ein enorm wichtiger Prozess, der durch die tiefgreifenden Veränderungen ihres Aufgabenbereiches erforderlich wurde.

Der Wandel einer mannstarken Wehrpflichtarmee aus den Zeiten des Kalten Krieges zu einer modernen Einsatzarmee, einer Freiwilligenarmee; hochflexibel, hochgradig spezialisiert und effizient; ein Prozess, der stellenweise schmerzlich sein kann und dennoch erforderlich ist.

Viele Einheiten unterliegen einer rigorosen Umstrukturierung. Viele Standorte werden verkleinert oder geschlossen.

Die "alte" Wehrpflichtarmee war nicht schlecht, die Idee des Bürgers in Uniform eine gute; nichtsdestotrotz erfordern die veränderte Weltsicherheitslage mit ihren immer neuen Bedrohungen, weltpolitische Schwerpunktverschiebungen und insbesondere auch die Bündnisverpflichtungen eine Reaktion, eine Transformation, um die anstehenden Aufgaben erfolgreich zu bewältigen – und dies bei bestmöglicher Bewahrung der körperlichen und persönlichen Befindlichkeit der Menschen in unseren Uniformen.

Auch wenn die Politik gerne einmal zu blindem Aktionismus, die Medien zum Aufbauschen, die betroffenen Soldatinnen und Soldaten zum dramatisieren und insbesondere der gänzlich unbeteiligte Stammtischanreiner zum hochfachlichen Situationsbeurteilen neigt, so sollte man nicht die Dringlichkeit der sicherheitspolitisch erforderlichen Transformation unserer Streitkräfte vergessen. Machen wir das Beste daraus.

Transformation unserer Streitkräfte